Messerauswahl
Um Gemüse, Obst oder Fleisch zu schneiden benötigt man oftmals verschiedene Messertypen. Hier finden Sie eine kleine Erklärung, warum Sie welches Messer bei den verschiedenen Materialien verwenden sollten.
Prinzipielle Tipps zur Verwendung von Messern
Auch wenn Sie den richtigen Messertyp für Ihre Aufgabe gefunden haben bedeutet dies noch nicht, dass keine Verletzungsmöglichkeit besteht.
Achten Sie beim Schneiden von Scheiben, ebenso wie beim Hacken von Gemüse oder Kräutern, immer auf Ihre Finger! Diese sollten niemals so auf dem Gemüse oder den Kräutern liegen, dass die Fingerkuppen in Richtung Messer zeigen. Winkeln Sie lieber ihre Finger ab, so dass die Fläche des zweiten Fingerglieds zum Messer zeigt. Die Fläche zum Abstützen des Messers wird dadurch größer und die Gafahr für ernsthafte Verletzungen verringert. Das Messer sollte beim Hacken und Scheiben schneiden auch immer an der Spitze das Brett berühren. Wählen Sie also immer das passende Messer aus.
Müssen Sie einmal eine Frucht in den Händen halten, so Achten Sie immer darauf, dass Sie vom Körper weg schneiden. Im Prinzip ist diese Technik aber auf jeden Fall zu vermeiden. Brötchen etwa können auch auf einem Schneidebrett geschnitten werden, indem man mit der einen Hand das Brötchen von Oben festhält und mit der anderen von der Seite einschneidet. Aber auch hier gilt: vom Körper weg schneiden, nicht hin.
Das Schälmesser
Es ist in der Regel sehr klein, hat eine scharfe Spitze und ist nicht mit Zacken versehen. Oft wird dieser Messertyp zum Schneiden von allen Materialien verwendet. Davon ist aber abzuraten. Die kurze, scharfe Klinge eignet sich hervorragend zum entfernen von Stielen – etwa bei der Tomate. Die Klinge kann dank der Spitze gut in das Fruchtfleisch eindringen und schneidet dank der Kürze nicht zu tief und breit hinein. Auch zum Schälen von Früchten kann das Messer geeignet sein, muss man die Frucht zum schälen in die Hand nehmen. Liegt die Frucht hingegen bereits auf einem Schneidebrett, ist von der Verwendung eines Schälmessers abzuraten, weil die Klinge einerseits zu klein ist (man also Zeit verschwendet), andererseits eine gewisse Verletzungsgefahr mit sich bringt. Die kleine Klinge und die scharfe Spitze können schnell abrutschen und die Finger verletzen. Ungeeignet ist ein Schälmesser vor allem zum Schneiden selbst. Anders als ein Tomatenmesser besitzt es keine Sägezahnung und kann deshalb (gerade bei etwas stumpferen Klingen) nicht gut in das Fruchtfleisch eindringen. Die Verletzungsgefahr durch abrutschen ist dementsprechend enorm! Achten Sie also darauf diesen Messertyp nicht einfach als "Alleskönner" einzusetzen.
Das Tomatenmesser
Das Messer ist etwas länger wie das Schälmesser und unterscheidet sich vor allem durch die Verwendung einer Sägezahnung. In der Regel verläuft das Messer sehr spitz zu und ist auch schmaler wie ein normales Schälmesser. Die Spitze eignet sich zwar auch zum entfernen von Stielen, meist ist aber die Klinge selbst so lang, dass man das Messer selbst nicht mehr am Griff anfassen kann. Dadurch erhöht sich wieder die Verletzungsgefahr, weshalb man lieber ein Schälmesser verwenden sollte. Dank der Sägezahnung und Länge des Messers, ist es aber Ideal zum Scheiben schneiden von Obst- und Gemüse. Gerade Gemüse mit zarter Oberfläche – so etwa Tomaten – lassen sich am besten mit dem Messer schneiden. Der Schnitt erfolgt durch die Säge und nicht wie bei anderen Messertypen durch den Druck. Man "sägt" also immer kleine Scheiben. Dadurch wird die Flüssigkeit nicht herausgequetscht und es entstehen sehr saubere scheiben. Achten Sie beim Einsatz des Tomatenmessers aber immer auf die lange Spitze! Diese bohrt sich nur all zu gerne auch mal in die Handfläche, ist man sonst nur den Umgang mit kleineren Messern vertraut.
Das Kochmesser
Das Kochmesser ist deutlich größer wie die bereits genannten Messer. Es ist als Allzweckmesser anzusehen, da es sowohl bei Gemüse und Obst, wie auch bei Fleisch und Fisch zum Einsatz kommen kann. Es hat eine breite Klinge, die an der Unterkante beidseitig geschliffen ist. Durch die Größe ist das Messer zwar völlig ungeeignet zum Schälen von kleinem Gemüse – oder zum entfernen von Stielen – aber zum schälen von größerem Gemüse oder Obst ist es genau passend. So kann mit einem Kochmesser sehr schnell die Schale einer Orange entfernt werden. Durch die länge und breite der Klinge ist das Messer auch sehr gut zum schnellen Hacken oder Scheiben schneiden geeignet. Ein geübter Koch kann mit diesem Messer in Sekundenschnelle Petersilie hacken oder Gurkenscheiben schneiden. Für ungeübte ist die große Klinge etwas ungewohnt. Ihr Umgang sollte allerdings erlernt werden, da Verletzungen deutlich verringert werden. Auch zum Zerteilen von Fleisch ist die Klinge gut geeignet. Für das Entfernen von Sehnen ist es allerdings eher ungeeignet.
Das Filetiermesser
Dieser Messertyp ist sehr lang, schmal und verläuft meist spitz zu. Der Verwendungszweck ist eigentlich auf das Schneiden und Zerlegen von Fleisch beschränkt. Durch die lange und flexible Klinge eignet sich das Messer sehr gut zum Entfernen von Sehnen oder zum Ausschneiden von Knochen. Die Spitze ermöglicht es dem Messer einfach in das Fleisch einzudringen, die Länge und Flexibilität der Klinge ermöglicht das Schneiden von relativ breiten Schichten. Auch zum späteren Schneiden des gekochten Fleisches ist dieses Messer geeignet, möchte man besonders dünne Scheiben.


